Was kostet eine Wohngebäude­versicherung? Kosten, Faktoren und wo Du sparen kannst

Wohngebäude von Melina

Eine Wohngebäudeversicherung schützt Dich und Dein Zuhause vor den finanziellen Folgen von Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und vielen weiteren Risiken. Wie viel Du dafür zahlst, hängt von vielen Faktoren ab, wie der Bauart, der Lage und nicht zuletzt den Leistungen, die Du auswählst. Hier bekommst Du einen verständlichen Überblick über Kosten, Leistungen, Zusatzoptionen und Regelungen rund um die Wohngebäudeversicherung.

Ein Paar liegt in ihrem neuen Zuhause auf dem frisch ausgerollten Teppich; um sie herum Umzugskisten. Vielleicht fragen sie sich gerade: Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?


Eine Wohngebäude­versicherung gehört zu den wichtigsten Absicherungen für Hausbesitzer, denn Deine vier Wände gehören zu den größten Werten in Deinem Leben. Schäden durch Feuer, Leitungswasser oder Unwetter können schnell enorme Summen verschlingen, bis hin zum Verlust Deines Zuhauses. Aber wie teuer ist so eine Wohngebäudeversicherung und wovon hängt der Preis ab?

1. Kosten für die Wohngebäude­versicherung: Die wichtigsten Infos im Überblick

Die Kosten für eine Wohngebäude­versicherung hängen von mehreren Faktoren ab, wie

  • der Wohnfläche,
  • der Bauartklasse (u.a. Massiv­bauweise oder Fertighaus oder wie das Dach gedeckt ist, denn daraus ergibt sich z.B. das Feuerrisiko),
  • dem Alter des Gebäudes
  • wo das Haus steht und
  • den Bausteinen und Leistungen, die Du wählst.

Ein kleines Einfamilien­haus ist günstiger als ein Mehrfamilien­haus, Massivhäuser mit Keller sind teurer als ein Fertighaus ohne Fundament und wer z.B. zusätzlichen Glas- oder Elementarschutz wählt, zahlt mehr. Außerdem haben auch Deine Selbstbeteiligung und die Schadenvorgeschichte Deiner Immobilie Einfluss auf den Preis.

Ein beliebter Spar-Tipp lautet deshalb: Erhöhe Deine Selbstbeteiligung! Wenn Du kleine Schäden aus eigener Tasche behebst, anstatt Deine Versicherung zu bemühen, sinkt Deine Prämie.

Grundsätzlich gilt, je höher der Wert Deines Hauses und je mehr Risiken Du absichern willst, desto höher die Prämie.

Was heißt das konkret? Für kleinere Verträge geht die Wohngebäude­versicherung meist bei etwa 20–40 € im Monat los und kann bei besonders großen und risikoreichen Immobilien über 100  kosten. Mehr dazu in Punkt 3 . Bitte beachte auch, dass alle in diesem Artikel genannten Preise Rechenbeispiele sind; was Dein konkreter Tarif kostet, kann abweichen.

Tipp: Mit der Adam Riese Wohngebäudeversicherung bist Du schon ab 11,84 € im Monat im günstigsten Tarif L dabei!

2. Was versichert die Wohngebäudeversicherung und was nicht?

Es ist wichtig, zwischen der Wohngebäude- und der Hausratversicherung zu unterscheiden:

  • Die Wohngebäude­versicherung deckt Dein Eigenheim und alles fest mit dem Haus Verbundene ab, z.B. Dach, Wände, fest installierte Heizungs‑ und Sanitäranlagen, fest verbaute Treppen, Türen, unmittelbar angrenzende Terrassen sowie Garagen, Carports und kleinere Neben­gebäude.

    Sie leistet bei Schäden durch Feuer, Leitungs­wasser sowie Sturm, Hagel oder Blitzschäden und entschädigt in der Regel zum Neubauwert (inkl. dynamischer Baukosten­anpassung), sodass Du im Schadenfall Dein Zuhause im selben Wert wiederaufbauen bzw. sanieren kannst. Fahrlässig verursachte Schäden sind in manchen Fällen auch mitversichert, z.B. wenn nicht beaufsichtigte Kerzen am Weihnachtsbaum einen Brand verursachen. Extras wie Photovoltaikanlagen, Smart-Home-Technik oder Schutz vor Extremwetterfolgen lassen sich zusätzlich absichern.

    Nicht umfasst sind u.a. nachträglich eingefügte Sachen, die Mieter oder Wohnungseigentümer auf eigene Kosten eingebaut haben (diese müssen explizit gemeldet und versichert werden), grobe Fahrlässigkeit je nach Fall, Schäden durch Materialermüdung oder mangelnde Instandhaltung sowie Schäden durch Ereignisse wie Krieg oder nationale Unruhen.

  • Eine Hausratversicherung schützt im Gegensatz zur Wohngebäude­versicherung bewegliche Sachen in Deinem Zuhause (Möbel, Geräte etc.) gegen Feuer, Diebstahl, Einbrüche und mehr. Alles, was Du bei einem Umzug mitnehmen würdest, gehört in den Hausratversicherung, nicht in die Wohngebäude­versicherung.

    Je nach Tarif und Bausteinen kann sie Dich auch gegen Elementarschäden und weitere Risiken absichern.

Übrigens: Noch mehr Zum Thema Wohngebäudeversicherung, z.B. zum Thema gleitender Neuwertfaktor, Eigentümerwechsel oder Schadenmeldung findest Du auch in diesem Artikel: Alles Wichtige zur Wohngebäudeversicherung

3. Wie teuer ist eine Wohngebäudeversicherung?

Die Kosten für eine Wohngebäude­versicherung können auf den ersten Blick ziemlich variieren, denn sie ist keine Pauschalversicherung, sondern ein individueller Schutz, der sich an Deinem Haus, Deinem Wohnort und Deinem gewünschten Leistungsumfang orientiert.

Wie in Punkt 1 erwähnt, geht bei uns die Wohngebäudeversicherung ab 11,84 € monatlich los. Aber was heißt das genau?

Für diesen Ab-Preis versuchen wir nicht, den theoretisch günstigsten Preis für ein winziges Tiny House anzugeben, sondern gehen von dieser realistischeren Wohnsituation aus:

  • Einfamilienhaus,
  • Bauartklasse 1 (Massivhaus),
  • Baujahr 2024,
  • PLZ 86842,
  • Wohnfläche 120 m²,
  • eine Etage mit Keller (ohne Wohnfläche),
  • Dachform nicht ausgebaut,
  • keine Fußbodenheizung & Wärmepumpe,
  • zwei Garagen,
  • keine Selbstbeteiligung,
  • Gebäudenutzung rein privat

In dieser Konfiguration kostet der kleinste Tarif L ohne Zusatzbausteine also etwa 140 € im Jahr. Ganz gut, oder?

Anderes Beispiel: Dasselbe Haus im Tarif XXL mit den Zusatzbausteinen Ableitungsrohre, Haustechnik, Glasschutz und Photovoltaik kostet monatlich 39,24 € jährlich gut 470 €.

Gerade der Elementarbaustein ist in der Wohngebäude oft teuer; allerdings ist Schutz vor Naturgewalten für viele Immobilien essenziell und schützt Dich wie kaum ein anderer Baustein vor dem finanziellen Ruin. Am Elementarschutz zu knapsen, wenn Du ihn gut gebrauchen kannst, wäre also meistens keine gute Idee. Spare wenn nötig lieber an Bausteinen, bei denen Du die Kosten im Notfall auch selbst begleichen könntest, z.B. beim Thema Glas oder der Smart-Home-Anlage.

3.1 Kosten der Wohngebäude­versicherung für ein Mehrfamilienhaus

Wie viel Kosten muss man aber für ein Mehrfamilienhaus einplanen? Weil mehr Wohnfläche, mehr Einheiten und ein größeres Schadenspotenzial abgesichert werden müssen, liegen die Durchschnitts­prämien hier höher. Hier beginnen die Beiträge für Mehrfamilien­häuser etwa ab 400 € pro Jahr, können aber abhängig von Gebäudewert, Bauart, Lage und gewünschtem Leistungsumfang deutlich steigen.

Nehmen wir unser Beispiel von oben, aber als Mehrfamilienhaus mit 3 Etagen und 350 m² Wohnfläche, kostet der Tarif L bei 55,93 € im Monat bzw. 671,16 € im Jahr

3.2 Was kostet eine Wohngebäudeversicherung mit Elementarschäden?

Der Elementarschutz ist einer der wichtigsten, aber auch einer der teuersten Zusatzbausteine in der Wohngebäude­versicherung, denn er deckt Schäden ab, die durch Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck oder Lawinen entstehen können und Dich vor dem finanziellen Ruin bewahren können, wenn Dein Zuhause nicht mehr bewohnbar oder schlicht „weg“ ist.

Ein Elementarbaustein erhöht den Gesamtbeitrag häufig um 30–50 %. Wie hoch der Aufpreis genau ausfällt, hängt stark vom Standort ab: Häuser in Gebieten mit erhöhtem Hochwasser‑ oder Starkregenrisiko werden automatisch teurer eingestuft. Dadurch variiert die Prämie entsprechend, denn Versicherer kalkulieren regional sehr unterschiedliche Gefahrenzonen.

Für unsere genannten Beispiele heißt das:

  • Im 120m²-Einfamilienhaus im Tarif L mit Elementarbaustein: 31,01 € monatlich bzw. 372,12 € jährlich.
  • Im 350m²-Mehrfamilienhaus im Tarif L mit Elementarbaustein: 76,22 € monatlich bzw. 914,64 € jährlich.

4. Besteht die Wohngebäude­versicherung auch bei Leerstand?

Ja, Deine Wohngebäude­versicherung besteht grundsätzlich auch bei Leerstand weiter. Dafür musst Du den Leerstand aber melden, weil sich dadurch das Risiko erhöht. Viele Versicherer verlangen eine Anzeige des Unbewohntseins ab einer bestimmten Anzahl von Tagen (bei Adam Riese: 90 Tage), sonst kann der Versicherungsschutz eingeschränkt werden oder sogar entfallen.
Wichtig ist außerdem, dass Du während des Leerstands bestimmte Sicherheitsvorkehrungen einhältst, etwa regelmäßige Kontrollen und Frostschutz­maßnahmen. Meldest Du den Leerstand korrekt und erfüllst die Vorgaben, bleibt Dein Versicherungsschutz also in der Regel bestehen.

5. Wer zahlt die Wohngebäude­versicherung: Mieter oder Vermieter?

Der Eigentümer bzw. Vermieter ist für den Abschluss einer Wohngebäude­versicherung zuständig, denn sie schützt sein Gebäude, nicht den Hausrat der Mieter. Allerdings kann der Vermieter die Kosten über die umlagefähigen Betriebskosten anteilig auf die Mieter verteilen, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist.

 6. Wer zahlt die Wohngebäude­versicherung bei Eigentümerwechsel?

Beim Eigentümerwechsel geht die bestehende Wohngebäude­versicherung automatisch auf den neuen Eigentümer über; so will es das Versicherungs­vertragsgesetz (VVG). Dabei ist es egal, ob das Haus verkauft oder vererbt wird.

Ab dem Zeitpunkt des Übergangs ist der neue Eigentümer für die Beiträge verantwortlich und übernimmt gleichzeitig alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag. Der neue Besitzer kann die Versicherung behalten oder sie innerhalb einer gesetzlichen Frist kündigen, wenn er einen anderen Tarif bevorzugt.

Spar-Tipp: Kaufst Du eine Immobilie mit bestehender Wohngebäude­versicherung, lohnt sich ein Versicherungs­vergleich! So kannst Du unter Umständen ein paar sparen.

Wichtig ist, dass der Wechsel der Eigentumsverhältnisse zeitnah dem Versicherer gemeldet wird, damit der Schutz nahtlos bestehen bleibt.

Mehr zum Thema Eigentümerwechsel findest Du auch in diesem Artikel: Alles Wichtige zur Wohngebäudeversicherung

7. Fazit

Die Kosten einer Wohngebäude­versicherung hängen stark von Deiner individuellen Wohnsituation ab, vom Haustyp über die Wohnfläche und Bauartklasse bis hin zu Risikofaktoren wie der Lage und dem gewünschten Leistungsumfang. Zusatzbausteine wie Elementarschutz erhöhen den Beitrag, können aber im Ernstfall enorm wichtig werden. Zu guter Letzt ist es immer am besten, wenn Du Dir selbst ein Bild machst und mit Deiner Immobilie und Deinen individuellen Wünschen ein Angebot berechnest.

Adam Riese Tipp

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Melina

Melina war ursprünglich Werkstudentin und ist direkt nach ihrem Abschluss ins Adam Riese Team eingestiegen. Heute kümmert sie sich unter anderem um die Social-Media-Auftritte, Inhalte für die Rechtsschutzversicherung sowie die Adam Riese Karriereseite.


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